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Gesundheitstipps

Gesundheitstipps von Johannes Gebeshuber

Heißes Wasser über den Tag verteilt getrunken ist eine Empfehlung aus dem Ayurveda. Es hat u.a. reinigende Eigenschaften, wirkt Müdigkeit entgegen und erfrischt. Hier geht's zur Anleitung

Das heiße Wasser

Um die Feuchtigkeitsaufnahme zu unterstützen ist es nach Ayurveda empfehlenswert, Wasser im offenen Topf ca. zehn Minuten lang zu kochen. Bereiten Sie Ihr Wasser in den Morgenstunden zu, bewahren Sie es in einer Thermoskanne und trinken Sie es über den Tag verteilt im Abstand von 30 Minuten.

Die wichtigsten Vorteile von Wasser aus ayurvedischer Sicht:

  • Es wirkt Müdigkeit entgegen
  • Wasser unterstützt die Strahlkraft der Haut
  • Verdauungsproblemen wird vorgebeugt
  • Es beruhigt das Gemüt und schenkt Befriedigung
  • Wasser erfrischt und wird leicht vom Körper aufgenommen
  • Wasser ist ein Lebensspender
  • Die reinigenden Eigenschaften des Wassers

Manche Menschen haben eine trockene Haut und großen Durst, obwohl sie sehr viel Wasser trinken. Die grundlegende Ursache kann ein zu niedriges Agni (Verdauungsfeuer) sein. Darüber hinaus könnte Ama (Stoffwechselrückstände) den Weg des Wassers zu den Zellen blockieren.

Warum es funktioniert

Durch das Kochen wird das Wasser mit Energie angereichert und gewinnt an einer Qualität, die im Ayurveda sukshma (= fein, subtil) genannt wird, die die Reinigung der feinen Körperkanäle durch tieferes Eindringen in die Physiologie ermöglicht. Regelmäßig heißes Wasser trinken ist eine einfache ayurvedische Empfehlung. Das zehn Minuten gekochte heiße Wasser regt unmittelbar Agni an, wodurch die Nahrung bei der Mahlzeit besser verarbeitet und aufgenommen werden kann.

Zwischen den Mahlzeiten getrunken kann es überdies die Ausscheidung wasserlöslicher Toxine aus den Dhatus (Körpergeweben) wirkungsvoll unterstützen.

Der Ayurveda empfiehlt, über den ganzen Tag verteilt regelmäßig kleine Mengen des heißen Wassers zu trinken. Durch längeres Mitgekochte Gewürze bekommt das Wasser einen zusätzlichen Effekt. Die Gewürze wirken durch Geruch und Geschmack zusätzlich auf unsere Sinne.

Wasser für Ihren Konstitutionstyp

Heißes Wasser, das Vata balanciert

Kochen Sie zwei Liter Wasser fünf Minuten lang.

Nehmen Sie es vom Herd und fügen Sie drei Blätter Minze, 1/2 Teelöffel Fenchelsamen und 1/4 Teelöffel Eibischwurzeln hinzu. Füllen Sie das Wasser in eine Thermoskanne und trinken Sie es schluckweise über den Tag verteilt. Die Temperatur sollte warm, aber nicht zu heiß, sein.

Heißes Wasser, das Pitta beruhigt

Kochen Sie zwei Liter Wasser für zwei Minuten.

Nehmen Sie es vom Herd und geben Sie ¼ Teelöffel Fenchelsamen, zwei Rosenknospen und eine Gewürznelke hinzu. Füllen Sie das Wasser in eine Thermoskanne und gießen Sie es vor dem Trinken in eine Tasse. Im Sommer kann das Wasser Raumtemperatur haben, im Winter dagegen etwas wärmer genossen werden.

Heißes Wasser, das Kapha ausgleicht

Kochen Sie zwei Liter Wasser fünf Minuten lang.

Nehmen Sie es vom Herd und fügen Sie drei ganze Basilikumblätter, zwei dünne Stücke frischen Ingwer, 1/4 Teelöffel Kreuzkümmel und 1/2 Teelöffel Fenchel hinzu.

Füllen Sie das Wasser in eine Thermoskanne und trinken Sie es bei heißer bis warmer Temperatur schluckweise über den Tag verteilt.

Wie viel Wasser ist genug?

Nach Ayurveda ist die empfohlene Wassermenge abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, Arbeitspensum, Stress, Wetter, Ernährung und Ihrem Konstitutionstyp. Menschen mit dem eher heißen Pitta-Dosha sind generell durstiger als Personen mit Kapha-Merkmalen.

Wasser zu den Mahlzeiten.

Der Ayurveda empfiehlt, während der Mahlzeiten schluckweise reines Wasser zu trinken. Da die ayurvedische Küche bereits sehr reich an Gewürzen ist, würde ein mit Kräutern angereichertes Getränk den Körper eventuell überfordern. Bei kaum gewürztem Essen dagegen unterstützt mit Gewürzen verfeinertes Wasser die Verdauung.
Abhängig von der Art des Essens ist ca. eine Tasse Wasser optimal. Bei Suppen oder Dhal-Gerichten zum Beispiel benötigen Sie weniger Flüssigkeit. Zu trockeneren Nahrungsmitteln sollten Sie dagegen etwas mehr Wasser trinken.

Entsprechend Ihrem Konstitutionstyp sollte das Wasser Raumtemperatur haben oder heiß sein. Trinken Sie es auf keinen Fall eiskalt, denn das ist eine ziemlich sichere Methode, Ihr Verdauungsfeuer zum Erlöschen zu bringen.

Sollten sich etwa 45 Minuten nach dem Essen durstig fühlen, trinken Sie so viel Wasser, wie der Körper für die Verdauung benötigt.

Zwischen den einzelnen Mahlzeiten können Sie schluckweise gewürztes oder reines Wasser trinken.

Johannes Gebeshuber (Yogalehrer RYS) ist auch Ayurveda Practitioner, Oneness Deekhsa Giver und Atemkursleiter. Er blickt auf eine 14 Jahre lange Yoga-Erfahrung, 10 Jahre davon als Yogalehrer zurück. In seinen besonders beliebten Bergyoga Kursen im Naturhotel bringt er unseren Gästen die Rishikesh Reihe nahe. Tiefenentspannung, Meditation, Stressabbau und Atemübungen sind ebenfalls Teil der Programme. Seine Empfehlung an alle Interessierten ist es sich täglich 1,5 Stunden Zeit für sich und Yoga zu nehmen.

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